Aquakultur-Abwasserbehandlung

 

 

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Aquakultur-Abwasserkonzept

Unter Aquakulturabwasser versteht man das Wasser, das aus der Fisch- oder Garnelenzucht stammt. Es enthält Futterreste, Fischausscheidungen und andere organische und anorganische Verbindungen, die sich bei unsachgemäßer Behandlung negativ auf die Umgebung auswirken können.

 

 

Eigenschaften von Aquakulturabwasser

1. Hoher organischer Gehalt: Nicht gefressenes Futter und Ausscheidungen führen zu hohen Konzentrationen an organischem Material, insbesondere Ammoniakstickstoff (NH₄⁺) sowie Stickstoff und Phosphor.
2. Hoher Schwebstoffgehalt: Es gibt große Mengen an Gesamtschwebstoffen (TSS) aus unverdautem Futter und biologischen Ausscheidungen.
3. Reich an Nährstoffen: Aquakulturabwässer sind reich an Nährstoffen wie Stickstoff und Phosphor, die zur Eutrophierung des Gewässers führen können.
4. Schwankende Qualität: Die Wasserqualität variiert erheblich je nach Jahreszeit, Umfang der Landwirtschaft und Methoden der Wasserumwälzung.
5. Giftige Substanzen: Es kann Arzneimittelrückstände, Schwermetalle oder andere schädliche Substanzen enthalten, die sich auf nachgelagerte Ökosysteme auswirken könnten.

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Eigenschaften des Aufbereitungsprozesses von Aquakulturabwasser

1. Vorbehandlung: Entfernung großer Feststoffpartikel und Schwebstoffe, üblicherweise mithilfe von Sedimentationstanks, Sieben oder Mikrofiltration.
2. Biologische Behandlung: Hauptsächlich unter Verwendung von Belebtschlamm, MBBR und Biofilmreaktoren, in denen Mikroorganismen die organische Substanz und Nährstoffe wie Stickstoff und Phosphor abbauen.
3. Aerobe und anaerobe Behandlung: Die aerobe Behandlung dient der Entfernung von BSB, CSB und Ammoniakstickstoff, während anaerobe Prozesse dazu beitragen, die organische Belastung zu reduzieren und eine Denitrifikation durchzuführen.
4. Nachbehandlung: Dazu gehören Desinfektion und Filtration, um alle verbleibenden Schadstoffe zu entfernen und sicherzustellen, dass das Abwasser den Einleitungs- oder Recyclingstandards entspricht.

 

 

Besondere Anforderungen an MBBR beim Einsatz in biologischen Belebungsbecken für Aquakulturabwasser

1. Medien mit großer Oberfläche: Um die hohe organische Belastung und Ammoniakkonzentration im Abwasser der Aquakultur bewältigen zu können, müssen MBBR-Medien eine große Oberfläche haben, um ausreichend Platz für die mikrobielle Anlagerung zu bieten.
2. Anti-Verstopfungs-Design: Da Aquakulturabwässer eine große Anzahl an Schwebstoffen enthalten, sollte das Design der MBBR-Medien ein Verstopfen verhindern, um einen reibungslosen Wasserfluss zu gewährleisten.
3. Effiziente Nitrifikation: Angesichts des hohen Ammoniak-Stickstoffgehalts im Abwasser müssen MBBR-Systeme über starke Nitrifikationsfähigkeiten verfügen, um Ammoniak schnell in Nitrat umzuwandeln.
4. Anpassungsfähigkeit an variable Wasserqualität: Aufgrund der schwankenden Natur des Aquakulturabwassers muss das MBBR-System eine stabile Leistung aufweisen und in der Lage sein, sich an Änderungen der organischen Belastung und der Wasserqualität anzupassen.

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Abschluss

 

 

Aquakulturabwasser weist einen hohen organischen Gehalt, große Mengen an Schwebstoffen, einen Nährstoffreichtum und eine schwankende Wasserqualität auf. Daher sind flexible Behandlungsprozesse erforderlich. Beim Einsatz der MBBR-Technologie sollten die Medien über eine große Oberfläche, Verstopfungsschutz und eine effiziente Nitrifikation verfügen, um eine stabile und zuverlässige Behandlungsleistung zu gewährleisten.